Wenn es ums Essen geht, habe ich einen ausgeprägten Hang zur Ästhetik. Das ist zwar nicht immer so gewesen, wird aber immer und immer mehr. 🙂 Ich denke, wenn man anfängt in der Küche zu hantieren, geht es einem primär darum, dass das Experiment gelingt. Ein gelungenes Experiment bedeutet, dass das Gemachte essbar ist und man sich selbst (und die anderen) mit etwas Selbstgemachtem beglücken kann. Diese Phase hatte ich bald hinter mir und fand mich unbewusst auf der zweiten Ebene wieder, wo auch das Optische ins Spiel kommt. Plötzlich wurde mir wichtig, dass die Anzahl der Bohnen auf jedem Teller gleich ist, wie sich die Sauce verteilt, ob ich überall noch eine Prise Pfeffer zur Dekoration darüber gestreut habe… So war es auch mit diesem Kleingebäck. Es ist eines von denen, die man nicht nur sieht – man beobachtet sie. Nachdem ich das Rezept entdeckt hatte, wusste ich, die nächste freie Samstagsstunde gehört ihnen. Und mir. Uns. Bald ging es in der Küche los und die “Knöpfe” waren kurz darauf auf dem Tisch. Die waren einfach tadellos. Und geschmacklich unvergesslich. Ich betrachtete sie lange in ihrer Perfektion bevor ich nach meiner Kamera griff und den Auslöseknopf für das erste Foto betätigte.
Zutaten
Dunkler Teil:
- 300 g gemahlene Walnüsse
- 200 g Puderzucker
- 1 Ei
- 1 Eigelb
- 2 Suppenlöffel Kakaopulver
Heller Teil:
- 1 Eiweiss
- 3 Suppenlöffel Puderzucker
- 1 Suppenlöffel Mehl
- 1 Suppenlöffel frisch gepresster Zitronensaft
- Ganze Walnüsse zur Dekoration
- 100 g Zucker
Rezept
Mische die gemahlenen Walnüsse, Puderzucker, Eigelb und Kakaopulver in einer kleinen Schüssel bis eine homogene Masse entsteht. Forme kleine Bälle von der Grösse einer Walnuss und platziere diese auf einem Bleck mit Backpapier. Drücke sie nun mit Deinem Finger in die Form von flachen Chips.
Für den oberen hellen Teil, mixe das Eiweiss mit der höchsten Einstellung des Mixers bis es cremig wird. Gib dann Zucker und Zitronensaft dazu und mixe weiter bis Du einen festen Schaum erhältst. Gib dann das Mehl hinzu und verühre die Masse mit einem Löffel. Benutze nun einen kleinen Plastiksack und befülle ihn mit der Creme. Wenn Du nun eine kleine Ecke der Plastiktasche abschneidest, kannst Du ihn als Spritzbeutel benutzen und das “Topping” auf den dunklen Böden verteilen. Zum Schluss garniere das Ganze mit einer halben Walnuss.
Heize den Ofen auf 60°C vor und lasse die Guetzli für eine Stunde trocknen.
Merium